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Am Siedepunkt

Bis vor ein paar Wochen machte ich zwischenzeitlich 3 Jobs und fand eine Therapeutin für meine Tochter, was schon automatisch wieder zu Terminen führt. Den normalen Alltag brauche ich ja nicht zu erwähnen und weil‘s so schön ruhig ist habe ich gerade eine Darmentzündung nach der anderen.

In diesen letzten Wochen merkte ich dann doch, dass es jetzt zu viel war und ich mich in keinem guten Zustand mehr befand. Ich begann, mich permanent aufgeregt zu fühlen (Dauer-Schmetterlinge im Bauch) und auch die eine oder andere Panikattacke versuchte sich ihren Weg zu bahnen.  Außerdem war ich verdächtig nahe am Wasser gebaut.  Diese Warnzeichen waren dann selbst für mich nur schwer zu ignorieren. Ich musste mich ganz schnell irgendwie zurückholen. Da hilft nur die Notbremse. Ich kündigte den dritten Job, der ja neu dazugekommen war und suchte mir eine Therapeutin. Zum ersten Mal seit mindestens 15 Jahren.

Wie sieht meine Woche gerade so aus?

  • Einmal in der Woche fahre ich Zwuckel in den Kiga und bin um 8.00 Uhr bei meiner Therapeutin. Dann weiter zur Arbeit.
  • Einmal in der Woche fahre ich Zwuckel um 8.00 Uhr zur Therapie und danach in den Kiga und dann weiter zur Arbeit.
  • Dann muss ich alle paar Wochen Zwuckel in den Kiga bringen und selber um 8.00Uhr bei der Therapeutin sein für die Elternstunde. Danach zur Arbeit.

Nachdem wenigstens Job Nr. 3 weg war ging es aber wieder.

Natürlich hört es ja nie auf und jetzt soll ich auch noch zur Ergotherapie mit der Kleinen. Also ein weiterer Tag in der Woche, an dem ich schnell, schnell von der Arbeit zum Kiga muss um es dann zur Ergo zu schaffen. Eine U-Untersuchung war auch dran.

Krieg ich hin.

Allerdings, diese Woche war es dann doch einmal endgültig zu viel.

In all dem Stress entdeckte ich am Montag, dass Zwuckel eine riesen Fistel an ihrem Zahn hat (als sie 2 war fiel sie auf den Zahn – Klassiker)

Also schoss ich da kurz vor knapp in die Praxis und es wurde sofort klar, der Zahn muss raus. Mit Vollnarkose. Also wieder zum Kinderarzt, zur Voruntersuchung, wieder zum Zahnarzt zur Voruntersuchung, dann einen Termin für die Op.

Ich saß da im Wartezimmer und atmete wie eine Irre, um die Panikattacke zu vermeiden.

Gerade bin ich ganz nah dran, am Rande.

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