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Die Jesus Geschichte

Ich habe eine nette kleine Geschichte über Ostern.

Zwuckel fuhr mit Mr. M. über Ostern zu seinen Eltern – eine etwa 6-stündige Autofahrt.

Leider muss ich etwas ausholen um das ganze verständlich zu machen. Zwuckel lernte oder hörte im Kindergarten die Ostergeschichte. Ja, die aus der Bibel. Sie kam aus einer Kinderbibel, dennoch waren die wichtigsten Infos enthalten. Kreuzigung und so.

Traumhaft. Meine Tochter war zutiefst beeindruckt und ich meine das nicht im positiven Sinn. Sie sprach für Tage und Wochen über nichts anderes mehr als über Jesus mit Löchern in den Händen und Nägeln und Soldaten, die Jesus töteten. Ich sollte es ihr permanent vorlesen und sie erzählt jedem, andauernd von Jesus am Kreuz. Darauf hätte man im Kindergarten nun wirklich gerne verzichten können! Das war echt Kacke!

Es tat mir leid, weil es so sehr in ihr arbeitete. Natürlich dachte auch jeder, ich sei fanatische Christin, die ihr Kind indoktriniert aber, nun ja, damit kann ich auch leben.

Natürlich schaffte es Mr. M. aber ganz easy dem Ganzen die Krone aufzusetzen. Quasi die Dornenkrone.

Zwuckel kommt also nach Ostern wieder heim und erzählt mir – ach wie toll – sie hat einen Film gesehen, darüber wie Jesus gekreuzigt wurde! Ja klar, warum nicht. Schauen wir uns doch mit einer 5-jährigen mal einen schönen Jesusfilm an.

JETZT spricht meine Tochter wirklich über absolut nichts andres mehr. Was vorher schon viel war ist jetzt minütlich. Immer und überall und mit absolut jedem, den sie trifft.

Mr. M. hatte dazu nichts zu sagen. Weder was da passiert war, noch wie das sein kann. Nichts. Er behauptete zu mir er wisse nicht worum es ging!

Ich kann gar nicht so viel Essen wie ich Kotzen möchte.

P.S. Bitte merkt euch das für später! Er behauptete hier steif und fest er wisse von nix. Aus diesem Grund glaubte ich natürlich, seine Eltern seien Schuld und hätten mein Kind vor einen Jesusfilm gesetzt. Ich sagte ihm das auch. Liebe Eltern von Mr. M.: Er ließ mich in dem Glauben. Er klärte nicht auf.

 

Zusätzlich war dies nicht das erste Mal, dass mein Kind da oben quasi traumatisiert wurde. Habe ich euch schon von Halloween erzählt? Wenn ja, nicht weiterlesen. Falls nicht, hier kommt’s:

Die Kleine war damals 3 Jahre alt und auch da hatte sie schon immer Angst vor Hexen und Monstern und allem was sonst so unheimlich war. Somit ist Halloween schon per se perfekt für sie.

Wir waren also zu Besuch bei den Schwiegereltern und am Halloweenabend machten wir noch einen Spaziergang. Seine Eltern und wir zwei. Mr. M. glänzte natürlich selbst hier durch Abwesenheit. Ich musste Zeit mit seinen Eltern verbringen. Nicht er.

Es wurde schon etwas dunkel und Oma hörte nicht auf zu sagen: „Ooohhhh…vielleicht begegnen uns ein paar Geister oder Hexen.“ Ich ging nicht groß drauf ein und lenkte Zwuckel einfach ab. Die Augen nach vorne, um keine Masken zu treffen. Viel los ist ja da eh nicht in dem Kuhdorf und da passierte gar nix.

Später dann guckten wir beide auf dem Sofa im Wohnzimmer das Sandmännchen. Es klingelte an der Haustüre. Ich stand auf und schloss die Wohnzimmertüre. Wir guckten weiter aber ich hörte schon, dass jetzt die Kinder da waren zum Süßigkeiten sammeln.

Die Wohnzimmertüre ging auf und Oma fragte: „Willst du die Geister sehen?“

Ich sagte sofort: „Nein, bitte, lass sie gucken.“ Ich machte die Türe wieder zu.

Oma kam aber wieder zurück: „Ach, die Kinder sehen so süß aus! Willst du sie nicht anschauen? Kann ich sie nicht rein holen?“
Ich sagte wieder: „Nein, lass die bitte nicht rein. Lass sie einfach das fertig schauen!“ Ich schloss die Türe wieder.

Die Türe ging aber wieder auf und diesmal schon Oma einfach drei als Hexen und Geister verkleidete und angemalte Kinder ins Wohnzimmer! Schwarz/Weiß als Totenkopf mit Blut und Zähnen und so.

Zwuckel verfiel komplett in Panik und schrie und weinte. Scheiße war ich sauer! Ich schmiss alle raus und schlug die Türe zu.

Die Kleine war die ganze Nacht und auch die Nächte danach vollkommen verängstigt.

Mr. M. übrigens tut auch hier heute so als wisse er davon absolut nichts. Ne klar, ich habe ihm das nicht erzählte, ne, ne. Nicht mal seine Mutter hat es ihm erzählt, weil es ihr natürlich Leid tat. Ne…hat er noch nie was von gehört.

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