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Eine Reihe unglücklicher Ereignisse

… und alle stehen nur rein zufällig mit Mr. M. in Zusammenhang.

Es ging im September los, Mr. M. war mit Zwuckel (und seinen Eltern) im Urlaub. Nach drei Tagen bekommen ich eine WhatsApp mit dem Text: „Ich brauche mal ein Foto von Zwuckls Versicherungskarte.“

Das war alles… mehr Infos schien er für mich nicht geplant zu haben. Liebe Eltern, findet ihr auch ganz normal, oder?

Ich musste also allen Ernstes erst aktiv nachfrage, was denn los sei!!! Am Ende stellte sich raus, sie hatte den Arm gebrochen.

Nach Hause kam sie mit einer Schiene und ich wurde informiert, der Arzt habe erklärt, in drei Wochen sei alles wieder gut. Mehr kam nicht. Ich fragte ob es nicht hieße man solle den Arm noch mal ansehen lassen nach einer Zeit oder irgendwas. Nein, nein, nix. Der Arzt habe nur gesagt drei Wochen. Er benahm sich so als habe die Kleine sich das Knie aufgeschlagen. Keine weiteren Sorgen oder Infos. Mach’s gut, viel Spaß.

Ich sah mir das Ganze ein paar Tage an. Mir kam das höchst merkwürdig vor. Zwuckel ist ja eine wilde Hummel und sie schlug mit diesem Arm durch die Gegend als sei da nix. Einmal versuchte sie sogar den Arm durchzubiegen und schrie dann vor Schmerz. Für mich sah das keinesfalls so aus wie es sein sollte. Also fuhr ich mit ihr ins Krankenhaus, hier in München.

Ratet mal was die mir sagten. Sie nahmen sofort die Schien ab und machten einen stabilen Gipsarm. Man erklärte mir, dass eine Schiene eigentlich nur für die ersten Tage Sinn mache, falls der Arm geschwollen sei, gerade und vor allem für kleine Kinder gibt es einen Gips. Weil sie eben den Arm nicht still halten. Unser Kinderarzt sagte im Übrigen dasselbe!

Ich male mir aus, ich hätte Mr. M. einfach geglaubt und drei Wochen gewartet. Wenn sie bei ihm leben würde, hätte er sich das drei Wochen angeschaut, im stillen Glauben an den allwissenden Arzt im Urlaub?

Eine Woche später ging Mr. M dann mit ihr auf die Wiesn. Letztes Jahr habe ich ihm vorher explizit erklärt, er solle mit ich auf keinen Fall zur Geisterbahn gehen. Er soll bitte einfach eine andere Straße nehmen und die Geisterbahn umschiffen. Das Oktoberfest ist groß genug und das geht ohne Probleme. Ich wusste, sie würde da wieder große Angst haben. Ich habe ja schon ein paar Mal berichtet, dass Zwuckel da einen wunden Punkt hat.

Dieses Jahr habe ich es versäumt das erneut zu wiederholen. Wie sollte es auch anders sein, meine Tochter kam heim und sprach von nix anderen als Blut, Skelette, Monster, Blut, Skelette. Tagelang hörte das nicht auf. Sie träumte natürlich auch schlecht.

Ich sprach Mr. M. darauf an und er erklärte nur lakonisch, die Geisterbahn sei eben neben der Rutsche gewesen, wo sie hätten anstehen müssen. Also viel Zeit um sich das Grauen gut anzusehen. Ich hoffe die Rutsche war die Alpträume seiner Tochter wert. (Heute ist Juni 2018 und sie träumt immer noch von blutigen Skeletten. Bravo!)

Etwas eine Woche danach hatte Mr. M. die Kleine übers Wochenende und diesmal brachte er sie nicht Sonntag heim, sondern am Montag in den Kindergarten. Am Montag ist zurzeit Schwimmkurs. Die Kinder werden im Kiga abgeholt und dann wieder zurückgefahren, wo wir dann schon warten und sie mit heim nehmen. Es ist Herbst. Es ist kalt und windig. Ich schrieb Mr. M. mehrere Nachrichten er solle bitte eine zusätzliche Mütze IN die Schwimmtasche hineinpacken, denn seine Tochter würde sicher die erste Mütze in der Garderobe vergessen. Ich habe ihr eingetrichterte und er bitte auch, nach dem Schwimmen die Mütze aufzusetzen. Ganz wichtig erklärte er mir, das mache er natürlich.

Muss ich noch mehr dazu sagen?

Der Abend ging aber noch weiter! Endlich im Auto, im Stau auf halbem Weg heim, um 17.30 Uhr, drehe ich mich um und meine Tochter lacht. Was sehe ich da? An ihrem Schneidezahn hat sie eine erbsengroße Entzündung! Ich rief also sofort beim Zahnarzt an. Der gab mir 30 Minuten um dort zu sein, sonst mache er zu.

Ja, das kann man jetzt sehen wie man will. Mir fällt es leider schwer zu glauben, dass man dieses riesen Teil nicht am Tag vorher oder am Morgen mal hätte sehen können.

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