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Lass sie glauben

Heute habe ich wieder mal erfahren, dass durchaus auch andere Menschen, die Mr. M. kaum kennen, bemerken, dass er seiner Tochter oft ungute Sachen vermittelt.

Ich habe das schon mal sehr schmerzlich erfahren, als die Kinderpsychologin bei der ich mit ihr war bevor er auszog, sofort erkannte, dass er ihre Sehnsucht nach einer Vaterrolle nicht erfüllt. Ich musste überhaupt nicht sagen, es fiel ihr selbst auf, wie sehr Zwuckel einen Vater vermisste obwohl dieser ja noch physisch in ihrem Leben anwesend war.

Ungut fand ich ja auch, dass er ihr erzählte, die Toten kommen nicht in den Himmel, sondern unter die Erde. Das ist nämlich keine Glaubensfrage. Es geht hier darum einem kleinen Mädchen die Beruhigung zu nehmen, dass Gott sich kümmert um die Toten und auch um Uroma und Uropa, wenn es soweit ist.

Ich habe ja auch schon erzählt, dass die Kleien gerade Jesus Fangirl ist. Sie spricht viel und oft über Gott und Jesus, auch bei Fremden. Das liegt vor allem am Kindergarten und nicht so sehr an mir aber für mich ist das vollkommen in Ordnung. Ich selber bin katholisch. Nicht unbedingt sehr gläubig aber ich kenne meine Grundlagen.

Zudem bin ich der festen Meinung, dass es einfach ein unumstößlicher Teil der Bildung ist, die Grundlagen des christlichen Glaubens zu kennen, ebenso wie griechische Mythologie, dies sind nun mal die Grundlagen unsere Geistesgeschichte und des Abendlandes. Unsere Kultur, die wir so leidenschaftlich gegen Terrorismus verteidigen ist auf dem Christentum begründet und darum sollte man wissen warum wir alle Ostern und Weihnachten und Pfingsten feiern. Wissen. Nicht glauben.  Also her mit den Jesus-Stories, die schaden niemandem.

Die Zeit zu hinterfragen und zu analysieren und zu suchen was man glaubt oder ob, die kommt noch und mein Kind ist herzlich eingeladen dazu. Im Moment darf sie einfach wissen, wenn jemand stirbt, dann ist Gott da. Das genügt doch erst mal für das kleine Herz.

Warum erzähl ich das überhaupt? Heute kam die Kindergärtnerin zu mir und fragte mich was passiert sei. Ihr sei aufgefallen, dass Zwuckel plötzlich nicht mehr gerne über Jesus spricht. Die Kleien sage jetzt plötzlich, das sei alles nur ein Märchen und nur Geschichten, die Erwachsene erzählen. Sie fand das sehr traurig, weil sie der Meinung war, dass es meiner Tochter sehr gut tat und sie es doch so gerne mochte. Sie finde es eine sehr gute Sache für ein Kind, wenn es Vertrauen in Gott haben könne, weil Kinder daraus eine große Stärke zeihen können.

Übrigens die gute Frau ist weit entfernt vom fanatischen Christen. Sie ist Yoga Lehrerin und fährt dauernd nach Indien. Macht Yoga auch mit den Kindern und sieht eher aus als würde sie Räucherstäbchen verkaufen. Ihre Besorgnis war überhaupt nicht religiös motiviert sondern einfach nur wegen der Freude und Stimmung meiner Tochter.

Im Übrigen hat sie auch (von selbst) bemerkt, dass Zwuckel nach den Umgangswochenenden immer eher Destruktives von sich gibt und immer neue Dinge gelernt hat, die gerne Anti sind.

 

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