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Mr. M. schreibt seine eigenen Briefe, bezahlt seine Schulden nicht und beleidigt mich auch noch

Mr. M’s Selbsteinschätzung zeigte sich mal wieder sehr deutlich bei der Frage des Unterhaltes. Kurze Erinnerung: Ich hatte es mit einer Anwältin versucht für beide gemeinsam, bis Mr. M. sein wahres Gesicht zeigte und ich mir eine eigene Anwältin nahm. Im Grunde ist auch das alles gar kein Hexenwerk. Meine Anwältin sah sich die Zahlen an und rechnete den  Unterhalt aus. Ich glaube man kann, als Außenstehender ganz objektiv zu dem Schluss kommen, dass sie das sehr schnörkellos und korrekt getan hat, wenn man die Realität erkennt natürlich nur.

Mr. M. bekam dann einen Brief mit dem Ergebnis.

Er dachte ganz ernsthaft, dass er da einfach mal ein bisschen schlau zurückschreiben kann. Pruuhst.

Nein, wenn ich ganz ehrlich bin, dann bin ich mir relativ sicher, dass sein Papa den Brief für ihn geschrieben hat. Nein, Papa ist kein Anwalt, Papa ist ein rechtschaffener, ehemaliger Angestellter des öffentlichen Dienstes, der immer auf das Komma genau weiß, wie man Dinge zu tun hat. Korrekt und nach Paragraph.

Die beiden dachten wohl es reicht, wenn man ganz viele große Worte benutzt und mal so tut, als ob. Sie schrieben dann auch ganz viele Zahlen rein und erklärten: Das sind alles meine Ausgaben und ich habe gar kein Geld übrig. Der Brief klang natürlich wahnsinnig korrekt und wichtig aber am Ende hätten sie auch ein Post it schreiben können und ein paar Zahlen draufkritzeln mit der Überschrift: Mr. M’s Geld.

Es war natürlich lachhaft, ich meine, dachten die wirklich danach kommt eine Antwort, die da lautet: „Ach ja, wenn das so ist, dann verstehen wir natürlich total, dass Mr. M. gar kein Geld für Unterhalt hat.“ Haben die sich das so vorgestellt?

Die Antwort war – selbstverständlich- danke für die schöne Rechnung aber leider müssen sie jede diese Zahlen auch belegen. Überraschung!

Könnt ihr euch vorstellen, dass Mr. M. das auch noch höchst empörend fand? Da wollte jemand Belege? Von ihm! Immerhin verstand er dann wohl, dass es nix hilft wenn Papa seine Briefe schreibt und nahm sich einen Anwalt.

Einen Anwalt, der ganz offensichtlich alles andere als ehrlich war und Zeit und Geld verschwendete, weil er Mr. M. anscheinend das Gefühl gab, er könne irgendwie um die Zahlung herumkommen. Vollkommen unrealistisch aber klar, der will ja auch Geld verdienen.

Besonders armselig fand ich ja, dass er mir irgendwann erklärte, ich hätte ja auch jederzeit darauf verzichten können. Also, ich wolle halt einfach Geld von ihm und darum zerre ich ihn vor Gericht, weil ich an sein Kohle will. Ich könnte das ja auch einfach sein lassen und ihn sein Leben leben lassen.

Es ist ja nicht so als gäbe es dafür Regelungen, ne! Ich möchte hier noch mal ganz, ganz laut betonen: Ohne das Gericht hätte er auch für sein Kind nicht korrekt bezahlt. Er, der Vorzeigevater.

Wie traurig das ist, mir Geldgeilheit vorzuwerfen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Man gab mir durchaus Tipps, was ich hätte tun können um ihn zu schröpfen. Das wäre gegangen, ganz einfach. Ich hätte zulangen können. Ich behielt meine Jobs, ich tat nichts Dergleichen. Gern geschehen.

Ich wollt einfach nur korrekt ausgerechnet haben was mir zusteht. Fertig. Am Ende blieb nur das Gericht, denn Mr. M. tat nichts, zahlte zu wenig und sein Anwalt reagierte nicht mal rechtzeitig auf irgendwas.

Nur so nebenbei: Mr. M. sagte bei Gericht zu, seine Unterhaltshulden zu bezahlen. Die Richterin wollte, dass er alles in einem Schwung sofort bezahlt. Ich wurde gefragt ob ich einer Ratenzahlung zustimme. Das tat ich. Die letzte Rate wäre im Dezember fällig gewesen. Er zahlte sie nicht. Er sprach nicht mit mir. Er informierte mich einmal kurz im Dezember: „Ich habe das Geld nicht ich zahle dann später.“ Ich fragte dann mal nach, wann er denn zahlen würde. Die Antwort war, sobald ich was habe gebe ich dir die Hälfte. Er verlor dann kein Wort mehr und zahlte nix. Echt jetzt? Mr. M. denkt, er informiert mich mal eben, dass er nix zahlt oder nur die Hälfte und das war es dann für den Rest der Zeit? Ich ließ viele Wochen vergehen und fragte dann erneut nach, ob ihm klar sei, dass ich einen Titel habe. Ja, das sei ihm klar und im nächsten Satz gleich wieder eine Beleidigung. (Ich habe es mir nicht gemerkt was es war aber jedenfalls war es unangebracht in seiner Situation) Der denkt wirklich ich lasse mich so verarschen und mich dann auch noch Beleidigen? Ich wartete über drei Monate und tat nichts und dann kommt auch noch ein blöder Spruch?

Jetzt ist der Gerichtsvollzieher auf dem Weg.

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