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„Das Huhn ist schlau und stellt sich dumm; beim Hahn, da ist es andersrum.“

Nachdem Mr. M. ja nun ganz offensichtlich unser Kind beeinflusst und mich aktiv zum Antagonisten macht („Warum willst du immer Geld von Papa!?“) fiel mir ein, dass ich ja vom Gespräch über die Kinderbetreuungskosten noch gar nix erzählt habe.

Ich teilte ihm vor ein paar Wochen mit, was der Hort kostet, im festen Wissen darum, dass Kinderbetreuungskosten anteilig aufgeteilt werden.

Natürlich durfte ich mir auch hier ein paar ganz schlaue Sprüche anhören.

Ich: Der Hort kostest xy €. Das wird normalerweise aufgeteilt.

Mr.M: Wie aufgeteilt??? Zeitlich??? (Geht da einem der Arsch auf Grundeis? Anm. d. Red.)

Ich: ?

Mr.M: Naja… wenn’s ums zahlen geht, nein. Ist im kindesunterhalt inbegriffen. Kiga… Hort fallen nicht unter Mehraufwand. Nachhilfe wäre zB Mehraufwand. Normalerweise ist Betreuung mit dem Unterhalt abgegolten. (Ja ne, is klar…oh Gott wie ich die Dummschwätzerei hasse! Anm. d. Red.)

Ich: Hortkosten, also Kosten für die Betreuung eines Kindes außer Haus sind nach der aktuellen Rechtsprechung des BGH ( BGH NJW 2009, 1816 = FamRZ 2009, 962) Mehrbedarf des Kindes.
Hortkosten – im normalen Unterhalt nicht enthalten. Das heißt, dass Hortkosten in den Sätzen der Düsseldorfer Tabelle nicht enthalten sind. Hortkosten müssen von den Unterhaltsverpflichteten separat gezahlt werden, wobei sich beide Eltern die Kosten teilen.
Wenn du nur so schlau wärst wie du immer tust….

Mr.M: Ach ja… das wäre schön.. nein
Ich: Das hat die Richterin schon beim ersten Mal erklärt
Mr.M: Dieses Urteil ist mit der Scheidung Geschichte. Und die Scheidung ist rechtskräftig, da beide Seiten auf Rechtsmittel verzichtet haben. (Ha, ha, ha… seht ihr, darum hat er auch seinen ersten Brief an meine Anwältin damals selbst verfasst, weil er so viel weiß. Anm. d. Red.)

Also blieb mir nix anderes übrig. Ich kontaktierte wieder meine Anwältin und gab ihm schließlich den Rat, bevor er wieder glaubte etwas durchdrücken zu können, was nicht der Realität entspricht, möge er sich bitte nochmal genau erkundigen. Am besten bei seinem Anwalt, der ihn so gut vertreten hat und uns allen unnötig Zeit und Geld kostete, weil er es wohl nicht so hat damit, seine Klienten einfach mal ins Bild zu setzten. Lieber verdient er natürlich Geld mit sinnlosen Stellungnahmen.

Phu… Fehlgeleitete Klugscheißerei ist so ätzend und zeitraubend und kräftezehrend und der andere kommt sich auch noch toll dabei vor. *würg*

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