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Das wird ja nie was….

Es war jetzt etwas länger still hier und wie das immer so ist, eine erneute Glanzleistung von Mr. M. bringt mich zurück.

Es bricht mir das Herz, wenn ich daran denke und ich bin wütend!

Wie immer, wenn sich einige Wochen die Illusion breitmacht, dass man vielleicht endlich irgendwie so auskommen kann, dann lässt er wieder eine Scheißdreck-Bombe platzten und ich bin zurück auf null, was meine Toleranz für ihn angeht.

Die Ferien waren eine gute Zeit und auch die Wochen nach Schulbeginn schienen in ruhigem Fahrwasser zu starten. Auch wenn Mr. M. schon am Tag der Einschulung wieder seinen Idiotismus offen zeigte.

Auf dem Weg zum Essen, wir waren zu dritt im Auto, sagt er doch glatt: „Ach und da gibt es noch eine extra Klasse mit nur 3 Schülern. Ist die für die totalen Deppen?“

Abgesehen davon, dass man sowas über andere Leute und speziell Kinder schon mal überhaupt nicht sagt, impliziert es ja seinem Kind auf der Rückbank, dass sie ein halber Depp ist, weil sie ja auch auf diese Schule geht.

Als ich Ihn ansah mit „ich reiß dir gleich den Kopf ab“, verbessere er sich dumm dreist: „Brauchen die extra viel Unterstützung?“

Abgesehen davon schien es in den letzten Wochen Recht ruhig zu sein.

Bis gestern. Immer mittwochs hole ich die kleine Maus jetzt selber von der Schule ab (ansonsten macht das jetzt der Schulbus), damit wir es rechtzeitig zu ihrer Therapie schaffen.

Im Auto dann sagt sie plötzlich zu mir: „Warum gehe ich eigentlich noch zur Frau T.? Die hilft mir doch eh nicht?“

Ich war schon verwundert, weil das nicht nach meiner Tochter klingt.

„Wie kommst du denn darauf, mein Schatz?“

„Der Papa sagt, ich  gehe da schon 2 Jahre hin und das ändert sich doch nie mit meinen Ängsten!“

Dann sagte sie noch „Alle anderen Kinder sind viel mutiger!“

Und da bin ich wieder. An dem Punkt, an dem ich ins Lenkrad beißen will, Mr. M. am liebsten eins auf die Schnauze geben möchte und mir mein Kind so leid tut, weil er mit seinem dummen Geschwätzt dem kleinen Seelchen solche Probleme bereitet! Dabei ist dieses Kind so mutig! Sie kann es aber nicht sehen und dann macht ihr der eigene Vater mit verbalem Dünnschiss noch das Leben schwer.

So oft wurde schon erklärt, dass diese Ängste bei Kinder mit ADHS wohl sehr häufig sind, weil das Gehirn unter Dauerbeschuss steht und so viele Reize nicht gefiltert werden, dass dann Ängste kommen vor verschiedensten Dingen.  Bei solchen Erklärungen nickt er immer treudoof und tut so als habe er aaaaaaalllllesssss verstanden.

Jedes Kind hat Angst im Dunkeln und meine Tochter eben noch mehr. Sie fürchtet sich vor all den Dingen, die nicht real sind. Wie ihr wisst, schürt Mr. M. dieses Feuer seit etwas 5 Jahren unablässig durch Dauermedienkonsum. Er hilft kräftig nach und liefert ihr immer neue Bilder zum Angst haben. Dann kanzelt er sie ab, dass das ja wohl nie aufhöre und ihre Psychologin – die inkompetente Tante – das nicht in den Griff bekommt.

Es macht mich so wüüüütend!

Jetzt sitzt sie da und zweifelt an sich, die kleine Maus. Dabei ist sie ein so mutiges Kind. All die realen Dinge, die sie meistert und tut, das trauen sich viele andere wirklich nicht. Sie macht es.

Statt seinem Kind immer wieder zu helfen die guten Dinge zu sehen, macht er das.

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