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Der eine trägt die Verantwortung – der andere die Folgen

Phu… drei sehr schwierige Abende liegen hinter mir.
Oft schon habe ich darüber geschrieben, dass meine Tochter vor gewissen Dingen eine fast panische Angst hat und zwar schon seit Jahren.  Schon vor der Trennung bescherten Bilder von Hexen, Geistern oder anderen Monstern meiner Kleinen viel Angst. Viel mehr Angst als man eben so hat als Kind. Schon immer achte ich also so gut es nur irgendwie geht darauf sie davor zu schützen. Vorausdenkend. Ein erwachsener Mensch ist ja durchaus in der Lage, Situationen schnell oder sogar im Voraus zu erkennen…. Also, würde ich uns Erwachsenen jetzt mal so zusprechen, wenn man einigermaßen alle beieinander hat.

So sehr die Kinderpsychologin mich auch immer wieder gerne darauf hinweist, dass hier keine Schuldzuweisungen gemacht werden können. Hmmm….jede große Angstkrise, jede!, wurde bisher von Mr. M. ausgelöst. Also ich meine damit, die Bilder dazu geliefert hat immer er. Wenn ich von ihren Albträumen und Ängsten erzähle und andere Menschen mich ganz naiv fragen: „Aber woher hat sie denn diese Bilder?“ Da ist meine Antwort zu 100% eindeutig.
Auch das Argument: „Wir sind alle mit unseren Kindern an der Geisterbahn vorbei gelaufen. Keiner macht einen Bogen um die Geisterbahn.“ Kann ich so nicht stehen lasse. Ja, auch ich bin mit 5 Jahren mit meinen Eltern an der Geisterbahn vorbei gelaufen.
Aber ich wage jetzt die ganz mutige Behauptung. Mit einem Kind, von dem man seit es 2,5 Jahr alt ist, genau weiß, dass sie fast panische Angst hat vor diesen Dingen. Mit DIESEM Kind geht man NICHT an der Geisterbahn vorbei. Ich nicht, Du nicht und auch sicher die Therapeutin nicht. Wendet man bei kleinen Kindern gerne mal Konfrontationstherapie an?
DAS ist doch der Unterschied. Mit einem Kind, das wissentlich solche Angst hat TUT MAN DAS NICHT!
Seit dem Tag an dem Mr. M mit seiner Tochter die brillante Idee hatte auf dem Oktoberfest neben der Geisterbahn zu stehen, genau seit diesem Tag verfolgt mein Kind der Alptraum von der blutigen Skeletthand. Verdammte Scheiße nochmal!!!! Dieses Bild wurde ihr angetan!

Warum erzähl ich das? Anfang der Woche hatte meine Maus einen schlimmen Albtraum. Ja mei, denkt man jetzt, wir träumen alle mal schlecht….dachte ich auch. Jedoch, am darauffolgenden Abend betrat meine Tochter kein Zimmer in unserer Wohnung mehr alleine. Sie folgte mir auf Schritt und Tritt, sie ging nicht mal mehr alleine aufs Klo und auch nicht mehr in ihr Zimmer. Dann begann sie jämmerlich zu weinen. Sie wollte nicht mehr schlafen gehen, damit sie nicht mehr träume. Die Maus war mit den Nerven am Ende. Bauchweh kam dazu und Angst, Angst, Angst.

Notfallplan A,B und C trat in Kraft. Ich packte die Kleine also in mein Bett mit einem Wärmetierchen auf den Bauch. Ich versprühte Aromaspray, guter Duft gegen böse Gedanken, ich kochte Tee und startete dann auf YouTube eine meditative Traumreise für Kinder.
Die Kleine war so verzweifelt, dass sie jede Hilfe annahm und sich auch – Gott sei Dank- auf die Beruhigung einließ.

Der nächste Morgen ging allerdings direkt so weiter, sie tat keinen Schritt ohne mich.
Am Abend wieder Tränen und Bauchweh und wieder das ganze Programm zur Beruhigung.

Natürlich sucht die Psychologin meiner Tochter eher einen Grund dafür warum jetzt der Albtraum kommt. Was der Auslöser dafür war. Ich verstehe das auch aber leider kann ich trotzdem nicht aufhören Mr M. einen großen Teil des Problems zuzuschreiben.

Die Skeletthand und das Blut verfolgen mein Kind nahezu täglich. Der Alptraum hat es nun auf die Spitze getrieben.

Wie reagierte übrigens der umsorgende Vater auf die Info was seine Tochter gerade durchmacht?

Ich zitiere: „Ich verstehe gar nicht woher das mit dem Skelett kommt. Von mir nicht!“

Ohne Worte! Könnt ihr euch erinnern, dass ich ihm nach der Wiesn mehrfach gesagt habe was los ist? Ich habe ihn mehrfach gefragt ob sein Ausflug diese Folgen wert war!
Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte!

Ich hätte es ihm sowieso gesagt aber auch die Psychologin meinte der Vater sollte informiert sein. Informiert ist er. Mit dieser Information kann er jetzt direkt wieder mit seiner Tochter schön ins Kino gehen und am besten gaaaanz viel Fernsehen. Ich schlage einen DDR Märchenfilm mit Hexe vor!

Übrigens: Mr. M. ist tatsächlich gleich mal ins Kino mit ihr.

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