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Damokles…mal wieder.

Das nächste Damoklesschwert hängt über meinem Kopf.

Bisher habe ich das Thema „was kommt eigentlich nach dem Kindergarten“ erfolgreich verdrängt. Ich schaffe es nur mir über 3-4 wichtige Themen gleichzeitig Sorgen zu machen, Schule war bisher keines davon.

Aber die ersten Kinder im Freundeskreis kamen dieses Jahr in die Schule und damit einhergehen, zwangsläufig diverse Erfahrungsberichte in Sachen Kinderbetreuung. Was soll ich sagen – mir wird ganz schlecht.

Die Stadien Kinderkrippe und Kindergarten habe ich schon durchschritten und beides war mehr als schwierig, stellenweise geradezu aussichtslos! Doch, zu Zeiten der Kinderkrippe hing meine Existenz noch nicht davon ab einen Platz zu finden und als mir 14 Kindergärten absagten ging ich hin und schüttete mein Herz aus, entblößte mich quasi vor der Leitung und bekam einen Platz. Ich brauchte den Platz um den Absprung zu schaffen. Ohne Kiga keine Arbeit.

Inzwischen habe ich Arbeit doch ich stelle mir nun gerade die Frage, was passiert wenn ich keinen Hortplatz bekomme? Ich kann nicht arbeiten gehen, wenn ich keinen Platz für meine Tochter habe. Angenommen es kommt einfach die Absage. Was dann? Mache ich dann auf arbeitslos?

Vielleicht reite ich zu sehr darauf rum aber auch hier ist unsere Stadt mal wieder auf einem Spitzenplatz. Leider auf keinem positiven. Kinderbetreuung in dieser kommt einem vor wie der Wolpertinger.

Zu Krippenzeiten habe ich mich kurz nach der Befruchtung für einen Platz angemeldet. Damals natürlich noch verheiratet. Als meine Tochter 1,5 Jahre alt war bot man mir einen Platz an. Lucky me. Das meine ich ernst. Wäre ich aber damals schon auf einen regelmäßigen Job angewiesen gewesen oder hätte als damals noch als Selbständige mein Leben bestreiten müssen – keine Chance. Ja, ich habe in diesem Fall nicht Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt und andere Möglichkeiten gesucht, denn es war nicht nötig.

Als dann der Kindergarten spruchreif wurde war mir bereits klar, ich muss den Absprung schaffen. Ich brauche einen Job und folglich einen Betreuungsplatz. Also meldete ich mich an. Überall. Bei 14 Kindergärten.

Kleine Anekdote: Bei einem der 14 Kindergärten sollte ich selbst vorstellig werden. Die gute Dame erzählte mir, sie habe in diesem Jahr 8 Plätze frei. 5 gingen an Geschwisterkinder. 3 kann sie neu besetzen. Auf Ihrem Tisch standen 3 Leitz-Ordner voller Anmeldungen. Eigentlich hätte ich auch gleich wieder gehen können.

Eines Tages flatterte ein dicker Umschlag ins Haus. 14 Absagen mit dem Verweis es gebe eine Warteliste, man solle an jeden einzelnen Kiga Rückmeldung geben ob man auf der Warteliste bleiben wolle. Das habe ich getan. Bis heute habe ich nie wieder etwas gehört.

Und nun. Nun packt mich die nackte Angst um meine Existenz erneut. Die Grundschule auf die meine Tochter gehen wird steht fest. Im Sprengel gibt es einen Hort. Eine Mittagsbetreuung hilft mir nicht weiter, ich muss bis mindestens 16.30 arbeiten Ich brauche einen Hort. Natürlich habe ich mich dort bereits angemeldet und nun muss ich warten. Wenn ich Glück habe sagt man mir im April Bescheid, wenn ich Pech habe nicht. Ich kenne Eltern, die wussten im Juni noch nicht ob Sie im Hort genommen werden oder nicht. Im Juni! Wieder einmal also banges Warten und maximale Unsicherheit wie es weiter gehen soll.

Zudem wurde mir versichert, dass es keinen anderen Hort im Sprengel gebe und die eine andere Einrichtung noch weniger Chance auf Erfolg biete…Halleluja!

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