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Erkennen wir die Blender?

Heute holte ich ausnahmsweise schon in der Früh den Zwuckel von Mr. M. ab, weil der zum Flughafen musste.

Mausi stand grade auf und zog sich an. Ich sagte noch, sie solle noch Zähne putzen bevor wir gehen. Mr. M ging mit ins Bad, es gab bissl Gemaule. Sagt Mr. M doch: „Oder willst du nicht Zähne putzen?“

What? Ich wollte mich nicht lange aufhalten und stellte nur kurz fest: „Das ist keine Option.“

Dann hörte ich noch wie sie etwas zu ihm sagte, das wolle sie mitnehmen. Ich gucke in die Küche: die gelieferte Pizza von gestern.

Anstatt zu sagen: „Lass die mal da,“ oder irgendwas!!! Kommt von Mr. M.: „Die will sie zum Frühstück essen,“ und drückt der Kleinen den Karton in die Hand.

Ja, ne. Is klar. Danke für den Frühstücksvorschlag! Natürlich ist das Kind davon nicht mehr abzubringen.

Inzwischen habe ich auch erfahren, dass seine Neue eine Tochter hat. „Ein Schulkind“. Wisst ihr was ich mich dauernd fragen muss?

Da ist also eine alleinerziehende Mutter, die sicher vieles so erlebt hat, sowie viele von uns. Ich schreibe ihr mal einen ähnlichen Erfahrungsschatz zu wie euch allen, die ich kenne und lese und höre. 

So und die trifft jetzt einen „Papa“. Einen von der Sorte über die wir so oft ein Liedchen singen und singen hören. So wie wir es tun würden, muss sie doch sehr bald durchschauen, dass dieser Mann am Leben seiner Tochter in keinem wichtigen Punkt teilnimmt! Er hat Fotos von ihr hängen und Bilder. Das macht natürlich oberflächlich einen super Eindruck aber als Mutter mit Kind muss ihr doch bewusst werden, dass der „Papa“ einer von denen ist, die nichts aber auch nichts wirklich tun. 

Ich frage mich auch ob sie ihrer Tochter morgens die kalte Pizza in die Hand drückt oder ihrer Tochter regelmäßig nur Mc Donald‘s und Lieferpizza reinschiebt und ihr die 1 Liter Fanta kauft. Oder ob sie das gut findet? Fragt sie wohl ihre Tochter, ob sie grade Lust hat auf Zähneputzen oder nicht? Ob sie das Abkleben des Auges bei ihrem Kind auch als rein optional empfinden würde? Kann eine Mutter sich das anschauen bei ihrem neuen Mann, der so ein toller Papa ist, und das nicht negativ bemerken?

Ich lese von so vielen, wie sie mit solchen Männern kämpfen. Die nie da sind, die ihre Kinder nur so sehen wie sie eben Zeit haben. Die in nichts involviert sind, niemals etwas tun was dem Kind dient. Ein Leben lang keinen Arzttermin gemacht, nicht um die Krippe gekämpft oder den Kiga, sich nicht um die Schule gekümmert oder den Hort, keine Ahnung von Anmeldungen, Anträgen, Gastschulen, von Zahnarzttermin und Sehtests von Kardiologen, Optikern und Läuseshampoo, von Krankheit und Fieber und Erbrechen, einfach von nichts.

Erkennen wir, wenn uns gerade genauso ein Vater begegnet als potentieller neuer Partner? Ihr wollt mir doch nicht sagen, so ein Vater kann aber ein toller Partner sein, ich brauche ja keinen Vater…. ist das so?

Bin ich eifersüchtig? Nein, sicher nicht. Nach den Jahren der Missachtung möchte ich diesen Mann nicht geschenkt. Was ärgert mich dann? Ich glaube, dass ich es ihm nicht gönne, dass jemand auf sein Schauspiel hereinfällt. Das ist es. Es macht mich wütend, dass er jemanden findet, der es ihm abkauft! Sein lebensgroßes Bild seiner Tochter (tock, tock) und die Kindermalereien und all das Materielle das er für die anhäuft. Ich missgönne es ihm, das man ihm nicht hinter die Fassade sieht.

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