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Herzzerreißend

In ein paar Tagen ist also nun die kleine Zahn-OP, weil der angeschlagene Zahn meiner Tochter raus muss. Es waren natürlich im Vorfeld wieder zwei Arzttermine fällig zur Vorbereitung. Es ist kein großer Eingriff aber es ist am Ende des Tages eine Vollnarkose. Ich bin nervös. Außerdem ist die Kleine, wie immer im Herbst und Winter, nicht ganz gesund. Sie hat Schupfen und Husten und die Anästhesistin ist nicht happy aber der Zahn muss raus und ich kann hier niemandem realistisch zusagen, dass der Husten bald weggehet und nicht zum nächsten Termin der nächste Husten da ist.

Was der Vater so plant, während sein Kind operiert wird? Auf jeden Fall, nicht seine Anwesenheit.

Mein Kind bekommt eine Vollnarkose. Keine zehn Pferde würden mich davon abhalten bei ihr zu sein. Nichts und Niemand auf der Welt könnte mich dazu bringen nicht da zu sein. Der Satz „Ich muss arbeiten“, würde mir hier niemals über die Lippen kommen, ich würde einen Weg finden.

Gegenstimmen?

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Die OP ist vorbei und ich sag’s euch, es war herzzerreißend. Ich muss so sehr an die Mütter denken, deren Kinder wirklich ernsthaft krank sind. Es ist kaum auszuhalten, dieser Gedanke. Dein Kind so zu sehen, ist fast unerträglich.

So sehr die Ärzte auch alles tun um den kleinen Patienten alles zu erleichtern, der Moment, wenn die Nadel kommt ist unerträglich.  Die Kleine konnte ihre Hand und die Nadel nicht mal sehen und sie hatte vorher eine Betäubungscreme bekommen und einen Beruhigungssaft, trotzdem, in diesem Moment hatte sie Panik. Sobald die Ärztin ihre Hand nahem bekam sie Panik. Ich hielt sie fest und sprach mit ihr und beruhigte sie so gut es ging aber es waren schreckliche Momente.

Danach zu warten bis sie aufwacht, mit der geladenen Injektionsnadel noch an der Hand, mit einem Notfallmedikament darin, und der Sauerstoffmaske im Gesicht.  Der überstreckte Hals, damit sie trotz Husten atmen kann, dann die Minuten, bis die Ärztin mit der Sättigung zufrieden ist. Selbst dieses Wenige ist hart anzuschauen.

Mr. M. bekundete aus der Ferne per WhatsApp, wie schrecklich er das findet und wie Leid sie ihm tut. Wieder einmal wurde mir bewusst, dass alle wichtigen Momente in Zwuckels Leben ohne ihren Vater stattfinden und es auch in Zukunft werden.

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