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Januar

Ich bin nun seit Mitte Dezember ohne Job und natürlich habe ich in diesen Wochen ein paar Vorstellungsgespräche geführt und im Zuge dessen auch immer wieder darüber gesprochen wieviel ich arbeiten kann. 

Die Erkenntnis aus diesen Wochen: Mir fiel kaum auf, dass ich nicht in der Arbeit war. Meine Tage sind dermaßen vollgepackt, dass ich nicht einmal das Gefühl hatte, ich hätte freie Zeit. Na ja, außer vielleicht in den 6 Tagen im Krankenhausbett.  

Wieder mal gab es Arzttermine zu absolvieren, um auch die letzten offenen Diagnosen mit der Maus abzuklären. 

Sowohl die Pädaudiologische Untersuchung als auch die Diagnostik beim Logopäden waren unauffällig bzw. vollkommen in Ordnung. Ein obligatorischen Entwicklungsgespräch in der Schule, der nicht obligatorische runde Tisch in der Schule, der nun für die Maus einberufen wurde.  

Ich habe mich mit den Schulen in Verbindung gesetzt, die für die Maus Infrage kommen bzw. habe es versucht. Natürlich ist man auch eine Weile damit beschäftigt sich um die ARGE zu kümmern und alle Unterlagen ranzuschaffen. Bewerbungen habe ich sowieso schon seit dem ersten Tag am laufenden Band geschrieben. Die üblichen Termine bei der Ergo und der Psychologin, dazu den Elterntermin bei der Psychologin.  

Es gab die OP-Vorbereitung und die Nachsorge und ein paar Vorstellungsgespräche. Einen Tag nach der Entlassung aus dem Krankenhaus habe ich mich zu einem Vorstellungsgespräch geschleppt, auch keine Erfahrung die man braucht. 

Dazwischen natürlich noch die ganz banalen Aufgaben wir Haushalt, einkaufen und so Zeug aber das erwähnt man ja schon fast gar nicht mehr, nicht mal im eigenen Kopf zähle ich das noch zu den Aufgaben obwohl es natürlich welche sind. 

Immer wieder kommt mir der Gedanke, wie ich es schaffen soll jetzt auch noch Vollzeit zu arbeiten.  

Nach dem Gespräch in der Schule ist nun endgültig klar, dass die Maus nicht an der Regelgrundschule bleiben kann. Nach dem Telefonat mit der Lehrerin nach meiner OP ist das nun keine große Überraschung mehr und ich habe mich schon im Vorfeld mit den Möglichkeiten auseinandergesetzt, die ich jetzt habe.  

Man könnte es ganz kurz machen: So wie schon seit der Kinderkrippe, gibt es einfach zu wenig Plätze für viel zu viele Kinder. Wie schon seit der Krippe, hört man eigentlich überall nur den Satz: “Wir haben eine lange Warteliste” oder auch den Satz: “Wir sind vollkommen ausgelastet.”  

Die lange Erklärung ist: Es gibt für den Fall der kleinen Maus 3 Schulen, die Infrage kommen. Dann gibt es noch die Variante der Diagnose und Förderklasse und man kann über Schulbegleitung nachdenken, wenn wirklich gar nix mehr geht. Zusätzlich wir der MSD gerufen, den wir sowieso brauchen für diverse Schritte. 

An einer der Schulen hatte ich nun auch schon einen Termin und habe ein langes Gespräch geführt, das mich nicht ganz hoffnungslos zurückließ, sagen wir es mal so. Dort habe ich jetzt die Maus angemeldet für das kommende Schuljahr. Natürlich ohne jede Garantie. Jetzt muss ich mich darum kümmern, dass das Gutachten schnell kommt.

An der zweiten Schule rief man mich zumindest mal zurück. Die Dame am anderen Ende war aber tendenziell unfreundlich und machte gleich mal deutlich, dass sie den Anrufenden eher misstrauisch gegenübersteht. Zudem machte sie sofort klar, dass eigentlich keine Chance auf einen Platz besteht. Man würde mich in den nächsten Wochen nochmal anrufen. Soviel dazu. Die dritte Schule ist übrigens eine Zweigstelle dieser Einrichtung, wo man so freundlich ist am Telefon. Super. 

Das Gespräch an sich barg keine großen Überraschungen aber es wurde ganz deutlich, dass die Maus dringend aus der Regelschule raus muss. Die Spirale aus Frust, Angst und Selbstzweifeln setzte ja leider schon sehr schnell nach Schulbeginn ein aber es wird deutlich schlimmer.  

Mr. M kam ebenfalls zu diesem Gespräch. Die Lehrerin hatte ihn angerufen und eingeladen. Da er bisher an keinem einzigen Gespräch oder Termin teilgenommen hatte war es für mich auch wichtig. Ab und zu ist es mit wichtig, dass er mal von anderen Leuten gesagt bekommt was los ist. Mr. M. scheint ja teilweise zu glauben, dass ich mir das Ganze nur ausdenke um mich wichtig zu machen. 

Vier Leute hatten sich um 17.30 Uhr Zeit genommen um sich Gedanken über sein Kind zu machen. Er kam zu spät. Die ganze Zeit als es um die schulischen Probleme und die Zukunft ging sagte er kein Wort. Wir alle planten und überlegten und machten einen Schlachtplan. Mr. M. sagte nix. 

Am nächsten Tag rief er mich an und fragte mich, was jetzt eigentlich das Problem sei.  

??? 

Ich antworte aber ich schlug auch vor, wenn er ernsthaft immer noch gar nix verstanden habe, dann solle er doch nochmal einen Termin machen mit der Kinderpsychologin. Die habe ihm übrigens noch nie etwas erklärt, meinte er.  

Die Antwort war, dass er natürlich total gerne auch was wissen wolle und er würde natürlich total gerne informiert sein und wissen was mit seinem Kind sei ihm sei das ja auch wichtig aber er habe einfach keine Zeit dafür. 

Hmmm….irgendwo liegt da der Fehler…, wenn ich nur wüsste wo. 

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