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„Jeder Anfang ist schwer, besonders der Anfang vom Ende.“ (Zarko Petan)

Ich habe diesen Blog bereits vor fast einem Jahr begonnen und bisher sind oder waren alle mein Einträge auf Englisch. Inzwischen habe ich eine Hand voll Leser aber natürlich auch die ein oder andere „Beschwerde“, das sei ja hier alles auf Englisch!

Warum postet eine Mama aus München auf Englisch? Falls es überhaupt jemanden interessiert: Ich schreibe gerne und bin in den letzten Jahren zur Fanfiction „übergelaufen“. Ich lese und schreibe also so gut wie ausschließlich auf Englisch und habe einfach das Gefühl, dass mir meine Texte leichter von der Hand gehen und sich in meinem Kopf leichter auf Englisch formulieren. Ich fühle mich mehr im Fluss. Ja, so lässt sich das am besten beschreiben.

Heute also sitze ich an meinem Schreibtisch und habe den festen Plan meinen Blog jetzt auf Deutsch zurück zu übersetzten.

Bis heute weiß ich nicht Recht ob so ein Blog überhaupt sein muss. Nein, natürlich muss er nicht sein aber dennoch gibt es einfach so viele Dinge die mich beschäftigen und die ich aufschreiben möchte. Aufschreiben, das war immer schon meine größte Hilfe. Warum sollte man aber nun Fremde mit seinen Problemen belästigen? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber sicher, dass da draußen so viele einen ähnlichen Kampf kämpfen wie ich, wenn auch auf tausend andere Arten und doch auf viele Arten genau wie ich.

Außerdem: Manche Dinge müssen einfach mal raus! Wo also anfangen? Am besten an dem Punkt wo sich die Straße teilte, der Punkt, der den bisher großartigsten Moment meines Lebens markiert und gleichzeitig den Punkt an dem meine Ehe zu Enden begann: Die Geburt meiner kleinen Tochter.

Wir hatten uns also entschlossen, ein Kind zu bekommen. Leider wurde mir bald klar, dass dieses Vorhaben nicht so leicht umzusetzen sein würde. Nach einem Jahr erfolgloser Versuche schlug ich einen Termin beim Arzt vor, um hoffentlich zu erfahren woran es lag. Ein Schritt, der meiner durchaus pragmatischen Natur zuzuschreiben ist. Ich erkenne ein Problem und ich suche eine Lösung unter Zuhilfenahme der zur Verfügung stehenden Mittel.

Die Antwort war schnell gefunden: Mein Mann – ich nenne ihn hier und für alle Blogzukunft Herr M. – hatte zu langsames Sperma. Die Chancen auf natürlichem Wege schwanger zu werden gingen quasi gegen Null.

Also begannen wir mit der Behandlung, natürlich erst nachdem die Krankenkasse zugestimmt hatte. Herr M. hat, im vollen Besitz seiner geistigen Fähigkeiten, mit mir beschlossen diesen Weg zu gehen. Spätestens nach Abgabe von mehreren Blut und Spermaproben muss also jedem klar gewesen sein, was wir hier tun. Vielleicht hätte ich hier bereits erkennen sollen, dass etwas gewaltig nicht stimmte bzw. nicht so lief, wie ich es mir erwartet hätte oder noch besser, gewünscht hätte.

Ich musste regelmäßig zur Blutabnahme, immer wieder und schließlich bekam ich meine Medikamente und Injektionen mit nachhause und musst anfangen mir täglich Spritzen zu geben. Herr M. zeigte kein gesteigertes Interesse daran, wie es mir damit ging oder wie es für mich so lief. Ich stand da jeden Abend mit meinen Spritzen und wünschte mir, dass mein Mann zumindest mal nachfragen möge. Ich habe es nicht ernst genommen, das Gefühl alleine gelassen zu werden mit einem Eingriff in meinen Körper, der kein kleiner war. Habe ich zu viel erwartet? Stand ich nicht gerade hier und unterzog mich einem medizinischen Eingriff um einen gemeinsamen Wunsch zu erfüllen? Geht ihn das wirklich nichts an? Mr. M. saß vor dem PC während ich mir jeden Abend eine Spritze reinjagte und er saß da auh weiter als ich zurükkam, keine Nachfrage, kein Mitfühlen, nix. Allerdings so richtig bewusst wurde mir das erst hinterher. Wie gesagt, ich nahm mein Gefühl nicht ernst.

Noch mal ganz deutlich: Wir wollten das beide! Ein Jahr lang spielten wir gewissenhaft das Spiel mit dem Sex an den fruchtbaren Tagen. Als klar wurde, dass es nicht funktionierte saßen wir beide beim Arzt auf dem Stuhl und ließen uns untersuchen und wir beiden gingen den Schritt zu Behandlung.

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