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Scheidung Versuch No.1

Es stand der Scheidungstermin an. Die Scheidung, die ihm nicht schnell genug gehen konnte, wohl bemerkt. Versteht mich nicht falsch, ich will auch geschieden werden, so ist das nicht.

Ich erinnere mich gut an die Verhandlung zum nachehelichen Unterhalt wo er vor der Richterin, nach dem Beschluss, die schnippische Bemerkung machte: “Aber nur für ein Jahr.“ (Er meinte damit die Zahlung.)

Worauf ihm die Richterin antwortet: “Das zahlen sie solange bis Sie geschieden sind.“

Also reichte er die Scheidung asap ein. Da habe ich auch gar nix dagegen, wohl gemerkt.

Dann aber – warum auch immer- kam er der mehrfachen Aufforderung meiner Anwältin nicht nach, er müsse sein Steuerunterlagen und Gewinn- Verlustrechnung abgeben, damit man das mal berechnen könne.

Nun gut. Es war der Termin und die bisherigen Zahlen wollte er so nicht anerkennen. Mr. M. verlangte also jetzt, dass man es auf Heller und Pfennig ausrechnet.

Was ja längst passiert wäre, hätte er seine Unterlagen abgegeben!!!!!

Also es ist wie immer. Er handelt nur auf Ansage von ganz oben und wurde jetzt vom Gericht dazu verpflichtet seine Unterlagen abzugeben.

Wir drehen uns also vollkommen sinnlos im Kreis. Er hat genau das verhindert, was er jetzt einfordert und es dauert wieder und es kostet wieder Geld!

Eigentlich ist es doch so simpel wie es nur sein kann. Zahlen vorlegen, ausrechnen, Ergebnis. Mr. M. braucht eine Verhandlung nur damit man ihm sagt, leg endlich deine Zahlen vor.

Man kam dann auch darauf zu sprechen kam, dass meine berufliche Zukunft ungewiss ist, solange ich nicht weiß ob meine Tochter im nächsten Jahr einen Hortplatz bekommt. Die Richterin meinte, dass Mr. M. sich dann eben an den Betreuungskosten beteiligen muss, damit ich meinen Job nicht verliere. Da tat er ganz einsichtig, das mache er natürlich dann. Wenn gar nix geht eine Nanny! Ja holy shit, wie fern ab von der Realität ist das denn??? Er jammert bei Gericht er hat kein Geld übrig und fantasiert von einer Nanny!! Realitätsfremd, much?

Wenigstens ist die Richterin im Heute lebend und weiß, dass Kinderbetreuung so wahnsinnig schwer ist bei uns, dass es sogar absolut im Bereich des Möglichen ist, dass ich keine bekomme. Der gegnerische Anwalt hat genau so wenig Ahnung und faselte irgendwas von, ach ja da gibt es doch auch genug private Sachen wo man das Kind hingeben kann zu Mittagsbetreuung.

Man könnte sich vor Lachen in die Hose machen bei so viel gequirlter Kacke. Jaaaa, es gibt da zwei privat organisierte Mittagsbetreuungen. Wie der Name schon sagt. Mittag! Ein erwachsener Mensch arbeitet aber gewöhnlich länger als 13.30 Uhr. Plus, auch diese beiden Initiativen sind heillos überlaufen und überfordert. Da kann ich direkt drei Zeitungsartikel anhängen bei denen es genau um die Betreuung an „unserer“ Grundschule geht.

Egal was für einen Job sie machen, der Großteil der Männer scheint wirklich zu glauben, die Welt steht auf damit sie krähen können!

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