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„Mama, du lachst nie.“

„Mama du lachst nie.“ Ein Satz von einer 5-Jährigen, der mich tief im Herzen trifft und mich sehr, sehr traurig macht. Der tägliche Kampf hat meinem Kind offensichtlich eine fröhliche Mutter geraubt.

Doch woher soll ich Sie nehmen, die Fröhlichkeit, wenn die Belastung mir fast den Rücken bricht?

Seit mein Kind begonnen hat mich mit andauernder Ablehnung verbal zu belegen fühle ich mich restlos am Boden.

Natürlich, beim Spaßvater ist immer Fröhlichkeit. Da ist es immer lustig, da wird 2 Tage lang gefeiert und gelacht, umso weniger wünschenswert ist es wohl dann zu Hause.

Natürlich, ich weiß es im tiefsten Grunde und auch die Kinderpsychologin hat es mir gepredigt. Selbstverständlich, meint mein Kind das nicht so. Nein, sie verarbeitet einfach die Tatsache, dass sie wieder weg muss von Papa, sie drückt ihr eigenen Gefühle und Unsicherheiten und auch Trauer dadurch aus, dass sie mir Ablehnung entgegenbringt, verbal. Denn ich bin der Mensch, der immer da ist, der verlässlich ist, bei dem man alles abladen kann. Dennoch. Es tut so weh, es macht mich so hilflos.

Gleichzeitig habe ich immer das Gefühl, um alles kämpfen zu müssen. Um jeden Handgriff meines Kindes, um jede Antwort, um jede kleine Zusammenarbeit. Immer nur dagegen, immer nur Diskussion. Es ermüdet mich unsäglich. Bei Papa macht sie das angeblich alles nicht. Sagt er. Sie sagt ebenfalls bei Papa ist das alles nicht so, denn „Papa habe ich ja lieb.“

Bähm, wieder ein Schlag in die Magengrube.

Ja, der Papa weckt mich nie auf. Klar, der lebt ja auch keinen Alltag mit dir, mein Schatz.

Bei Papa werden schreckliche Dinge über mich erzählt: Mama schreit immer nur. Mama schimpft mich immer. Bei Mama muss ich alleine in meinem Zimmer bleiben.

Über den Alltag will ich gar nicht mehr reden. Alltag eben. Hetzten von A nach B, Kind, Arbeit, Termine.

Über allem schwebt zusätzlich eine manchmal nahezu komatöse Müdigkeit.

„Mama, du lachst nie!“ Es tut mir so leid meine Kind, so leid aber woher soll ich Sie nehmen, die Fröhlichkeit? Wo her soll er kommen der Spaß?

Jetzt steht als neuer Punkt auf meiner Liste: Sei fröhlich! Lache mit deinem Kind! Lass nicht zu, dass immer nur Alltag ist.

Wie ich das machen soll weiß ich nicht.

Mir blutet das Herz. Ehrlich.

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