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Münchhausen lässt grüßen!

Den ersten Scheidungstermin hat Mr. M. ja mal vollkommen verschleppt, sich nicht drum gekümmert und nichts dazu beigetragen. Denn jetzt, da der zweite Termin vor der Türe steht, beginnt er plötzlich mit seinem Anwalt, ganz fleißig unser Leben zu zerpflücken, in der Hoffnung gut dazustehen.

Er will um den Unterhalt für mich herumkommen.

Warum er das nicht gleich gemacht hat und uns jetzt einen zweiten Termin damit bescheren muss, ist mir ein Rätsel.

Jetzt aber beginnen die Lügen. Die erste dreiste Lüge habe ich euch ja schon erzählt. Mr. M. behauptet, er hab mir ein Büro gemietet um mir die Arbeit zu erleichtern. Brüller! Dazu habe ich schon alles gesagt.

Es wird aber noch besser: Mr. M. behauptet jetzt ich habe unser Kind gar nicht hauptsächlich betreut. Er habe sich an den Wochenenden und in den Abendstunden gekümmert! What?

Wenn ihr ganz weit zurückblättert könnt ihr lesen, dass er mir sogar verweigerte ihr abends mal die Flasche zu geben. Dass ich am Sonntag alleine auf dem Spielplatz saß mit der Kleinen und weinte, weil da andere Väter mit ihren Kindern waren. Dass meine Mutter ständig zu mir kam wenn ich irgendwas tun wollte, krank war oder Termine hatte.Er stand nicht einmal auf und nahm mir das Baby ab. Er tat nichts, ließ mich sogar darum bitten, dass ich mal ein Bad nehmen konnte.

Ich habe gestern Fotos aus dem Jahr 2015 gefunden auf denen man Mr. M. sieht, wie er auf einem riesen Bildschirm WOW spielt und mein Kind daneben sitzt. Er hat ihr auf einem kleinen Bildschirm eine Kindersendung angemacht. Vielleicht meint er das mit Betreuen.

Im Krippenordner meiner Tochter steht ganz unschuldig der Satz: „Meistens bringt dich deine Mama und holt dich wieder ab.“

Unfassbar, diese Lüge angesichts der Tatsache, dass ich mich getrennt habe, eben weil ich vollkommen alleine war mit meinem Kind ohne die kleinste Unterstützung. Der Mann hat im Leben seines Kindes in der „Familie“ keinen Finger gerührt und sich nur schädlich verhalten und wagt es schriftlich so etwas von sich zu geben! Wahrscheinlich, weil ich in 4 Jahren mit unserem Kind 5-mal das Haus verlassen habe um mich mit einer Freundin zu treffen.

Ich würde mich in Grund und Boden schämen, würde ich so lügen.

Der Rest ist, wie erwartet. Monetäres Geschwätz. Er ist sich natürlich nicht zu schade vorzurechnen was er alles ausgegeben hat. In einer Ehe wohlgemerkt, mit einer Tochter. In einem System, in dem ich von Anfang an dafür sorgte, dass auch er Arbeit hat. Er möchte wirklich damit punkten, was er während der Ehe „für mich“ ausgegeben hat. Er erzählt sogar noch, dass er die Rechnungen für die Paartherapie bezahlen musste. Oh je, oh je, du armer Mensch.

Natürlich, wie er es schon immer tat, auch hier der Vorwurf ich hätte nix gearbeitet, weil ich keine Lust hatte. Ich will nicht alles erneut erzählen aber das ist Quatsch. Ich musste nur meine ursprüngliche Schiene verlassen, weil es nicht mehr ging mit einem Kind. Zudem hat er natürlich auch vergessen, dass er seinen Job gar nicht hätte machen können, wenn ich nicht zuverlässig den Alltag unter allen Umständen aufrechterhalten hätte.

Mit einem Baby oder dann einem Krippenkind kann nur ein Partner auf Abruf jederzeit alles stehen und liegen lassen und arbeiten fahren. Nur einer kann innerhalb von 2 Stunden die Koffer packen und an den Flughafen fahren. Nur einer kann an Weihnachten und Silvester Aufträge annehmen.

Der andere muss zuverlässig jeden Tag das Kind versorgen.

Heißt also, der andere, der das Kind versorgt, der kann nicht den gleichen Job fahren, der muss was anderes machen….gell?

Seh‘ nur ich so, ne.

Mr. M. fehlt jedes Schamgefühl, jede Größe und jedes Verantwortungsgefühl. Ich wiederhole mich aber ich würde mich schämen, jetzt meine Ehe aufzurechnen.

Ein Kommentar

  1. Franzi

    Unglaublich. Alles. Halte durch <3

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