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Rabenvater Staat

Immer wieder kocht dieses Thema in mir hoch. Immer wieder kann ich es nicht fassen. Ich habe „nur“ ein Kind. Wenn ich mir Alleinerziehende vorstelle, die 2,3,4 Kinder haben….der Staat sollte sich schämen!

Es ist nun fast ein Jahr her, dass ich auch steuerlich wieder alleine bin. Wann immer ich daran zurück denke, zieht es mir den Magen zusammen und ich möchte schreien und toben angesichts der unfassbaren Ungerechtigkeit. Es war ein Schlag ins Gesicht. Mit Anlauf.

Ich sage es gerne immer wieder in Zahlen. Als Verheiratete zog man mir im Monat 80€ vom Gehalt hab. Sobald ich dem Staat mitteilte, dass ich nun alleinerziehend sei zog man mir 240€ vom Lohn ab.

In Worten: Zweihundertvierzig! Ich glaube, dass ich nicht übertreibe, wenn ich sage: Diese Summe kann existenzgefährdend sein.

Ich habe einen Minijob zusätzlich. Diesen hatte ich auch schon vor der Steuerumstellung. Vor der Umstellung verdiente ich also 300€ dazu.

Jetzt stopfe ich damit quasi nur noch das „Steuerloch“ und habe glatte 60€ im Monat für mein Kind und mich dazu!

Deutscher Staat, liebes Finanzamt: WTF!!!?????

Stellen wir uns den deutschen Staat doch mal als Person vor. Gerne als Mann.

Ich gehe also hin und sage: Ab jetzt bin ich alleine mit meinem Kind. Ab jetzt sorge ich alleine für mich und mein Kind. Ich bezahle alleine die Miete, das Essen, das Leben. Ich bin nicht „Single“, ich bin zu zweit!

Die Antwort ist: Das freut mich sehr liebe Alleinerziehende! Ich nehme dir dafür das Dreifache von deinem monatlichen Geld weg.

(Wow- das erinnert mich tatsächlich an Mr. M.)

Die Steuerbelastung während der Ehe hat nie meine Existenz gefährdet. Hat mich nicht an den Rand der Tränen getrieben und mir Angst gemacht, dass ich am Ende des Monats nichts mehr einkaufen kann.

Mir wird schlecht vor Wut. I rest my case.

P.S. Für alle, die einfach zu gerne belehrend eingreifen: Ich weiß, es gibt viele steuerliche Ungerechtigkeiten und es gibt mehrere Gruppen, die ungerecht besteuert werden. Ich nehme mir aber hier das Recht heraus über mich zu sprechen und alle, die es so erleben wie ich. Ich brauche auch keinen Kurs in Steuerrecht. Ich will einfach nur erzählen, was Schwarz auf Weiß auf meinem Gehaltszettel stand.

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