Zum Inhalt springen

Shit hit the Fan…again.

Am Sonntag platzte mal wieder eine riesen Kackbombe. Wer mich auf Twitter liest, der hat es ja vielleicht schon gelesen:“ Mr. M hat dem Kind erzählt, dass sie dann mit 10 Jahren entscheiden darf, ob sie dann länger bei ihm wohnen will. Die Kleine träumt also ab jetzt vom Leben bei der Lichtgestalt.“

Ich dachte mich trifft der Schlag. Ich war total sprachlos und wollte am liebsten einfach nur anfangen zu heulen. Mein erster Gedanke: Jetzt hat er sich die Next aufgerissen und denkt er kann den Unterhalt sparen und den Kindermädchenjob kostengünstig der Neuen überlassen.

Gott sei Dank hatte ich zufällig gleich am nächsten Tag einen Termin beim Kinder- und Jugend Psychiater des Töchterchens und ich schrieb noch am selben Abend eine Mail an die Schulpsychologin und an die Kinderpsychologin.

Der KJP fand das ganze genauso haarsträubend wie ich. Zum einen sowas auf dem Rücken des Kindes zu tun und zum anderen die Idee an sich. Er schlug vor, dass natürlich er selber gerne mit dem Vater spricht, der ja nie zu Terminen erscheint und er sagte jetzt wäre es endgültig an der Zeit das Jugendamt mit ins Boot zu holen. Die Beratung beim Familienberater, die sei ja rein freiwillig und Mr. M. hat bewiesen, er nimmt das nicht ernst. Es sei also an der Zeit die reine Freiwilligkeit etwas einzuschränken. Wenn er beim JU nicht auftaucht zur Beratung, dann ist das schon mal ein sehr dicker Minuspunkt. Es müsse jetzt aufhören, dass Mr. M auf dem Rücken des Kindes sowas austrägt.

Den ganzen Montag stand mir das Wasser quasi in den Augen. Ich war schockiert, wütend und traurig. Es gibt einfach niemals Ruhe. Immer wenn ich das Gefühl habe es wird ruhiger, es wird besser, dann schießt er wieder einen Bock und macht alles noch Schlimmer.

Ich weiß, Töchterchen kann nix dafür. Ich bin dennoch erschüttert, wie einfach es der Rattenfänger hat. Sie plant jetzt quasi ihren Umzug. „Ich sehe dich ja dann alle 14 Tage. Mama“ Beim ersten Streit um länger Handy spielen kam sofort: Sie will hier weg, wo man immer lernen muss, wo man nicht dauernd Handy spielen darf, wo man so früh ins Bett muss und nie was kriegt.

Mr. M. hat also wieder maximale Unruhe gestiftet und mir einen riesen Haufen auf den Tisch geschissen.

Ich sehe im schlimmsten Fall am Ende eine Gerichtsverhandlung für die ich mich jetzt schon mal rüsten kann. Muss ich jetzt anfangen zu sammeln, aufzuschreiben, zu beweisen? Muss ich jetzt wieder Termine machen und Beratung suchen und mit offiziellen Stellen sprechen, immer mit dem Gedanken, dass ich alles klar machen muss: Der Mann ist nicht geeignet sich um sein Kind 14 Tage am Stück zu kümmern.

Ich werde auch diesmal alles Nötige tun. Mit allen Menschen sprechen, die um Töchterchen bemüht sind. Alle Termine managen, alles Nötige sammeln. Wahrscheinlich einen Anwalt brauchen, den ich mir nicht leisten kann und selbst wenn ich Recht bekomme und alle hinter mir stehen werde ich die Verliererin sein. Die böse Mutter, die ihr verbietet beim Vater zu wohnen. Und ich sage euch eines. Ich bin sicher sein einziges Bestreben ist es, jetzt dann den Unterhalt zu sparen, wenn er eine neue Wohnung mit neuer Freundin hat. Denn das echte Leben seiner Tochter hat ihn noch nie interessiert.

Heute endlich ein Telefonat mit der Schule geführt und einen Schlachtplan erstellt. Zufällig war Mr. M. zum Termin in der Schule geladen. Die Schultherapeutin hatte aber zum Zeitpunkt des Gesprächs meine Mail noch nicht gelesen. Sie meinte dann aber es war vielleicht ganz gut so, sonst wäre sie wahrscheinlich nicht so freundlich geblieben. Der Vater streute aber von selbst ins Gespräch ein, es sei ihm da „was rausgerutscht“. Die Therapeutin reagierte spontan vollkommen konsterniert: „Wie bitte!!???“ Sie sagte mir, sie waren alle sprachlos. (Lehrerin, Erzieherinnen, Therapeutin). Ihr Eindruck sei, er meinte das keinesfalls ernst und sei bereits zurückgerudert. Dennoch sei der Schaden am Kind aber nun schon entstanden. Sie vermutet übrigens auch, es geht im Kern um Geld. Ich bin aber misstrauisch. Ich traue ihm auch zu, dass er einfach gemerkt hat, er hat seine Karten zu schnell gezeigt und will uns/mich jetzt wieder in Sicherheit wiegen. Wir haben jetzt folgenden Entschluss gefasst: Der KJP hat mir ja angeboten Mr. M. erneut, wiederholt und gesondert zum Termin zu bitten. Soll er machen.

Da Mr. M. ja nicht bei der Erziehungsberatung erschien, werden wir nun versuchen ein gemeinsames Gespräch in und mit der Schule zu führen. Ich alleine kann und will momentan nicht mit ihm in einem Raum sein. Zusätzlich werde ich aber auch mit der Betreuerin beim Jugendamt sprechen, die ja eh für uns in Sachen Schule zuständig ist. Die Schultherapeutin hielt das für eine prinzipiell richtige Sache, hier schon mal zu signalisieren, dass da was sehr schief läuft mit dem Vater. Der erste Schritt meinerseits ist also getan: Alle wissen Bescheid und können reagieren. Reagieren vor allem darauf, was jetzt gerade mit Töchterchen los ist. Denn der größte Schaden ist ja am Ende, dass er sie damit mal wieder belastet hat und das Kind den Umzug plant. Raus aus der „Lernhölle“. Wenn ich dieses Netzwerk aus Kindertherapeutin, Schule und KJP nicht hätte, ich wäre schon lange durchgedreht.

Noch eine kleine Geschichte so am Rande: Die Next, mit der er zusammenziehen will, die hat zwischenzeitlich schon einmal Schluss gemacht. Vor etwa 3 Wochen postete Sie auf Facebook, sie sei wieder Single und löschte auf Insta das #InARelationship. Die Wohnung musste wohl jetzt her zu Versöhnung. Beste Zukunftsvoraussetzungen.

Sei der Erste der einen Kommentar abgibt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.