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Verantwortung?….wie jetzt?

Als Mr. M. ging machte er das natürlich im, „Ich wünsche dir noch ein schönes Leben!“, Stil.

Er zog aus und kümmerte sich um nichts mehr, zahlte nur eine Phantasiesummer, die er als „Kindesunterhalt“ bezeichnete.

Ich weiß nicht, wer den Betrag, den er da überwies ausgewürfelte, er behauptete es sei sein Anwalt gewesen. Wenn der Betrag für die Qualität seines Anwalts spricht, dann kann ich nur sagen, den Mann bezahlt er umsonst oder der Herr Anwalt war Sturz betrunken als er es berechnete oder ist Dyskalkuliker, denn der Betrag war sogar unter der Minimalgrenze.

Er denkt ja von sich selbst und natürlich auch alle, die seine Version glauben, dass er ein ganz toller Vater ist, der ja alles für sein Kind tut. Für sein Kind will er ja selbstverständlich bezahlen und was sein Kind angeht macht er ja auch alles richtig! Wenn das wahr wäre, wenn er wirklich ein besorgter Vater wäre, der für seine Kind alles gut machen will, dann bezahlst du nicht monatelang stupide zu wenig für dein Kind.

Er hat ja nur auf seinen Anwalt gehört? Meine Anwältin hat ihm den korrekten Betrag ausgerechnet und mitgeteilt, das könnte jemanden, der es ja nur gut meint für sein Kind schon stutzig machen. Man könnte es ja auch easy nachlesen, wenn man es nur gut meint.  Wenn man nicht sicher ist könnte man auch hingehen und erst mal den höheren Betrag bezahlen, für das Kind, und man würde das Geld ja zurückbekommen wenn der Richter dann plötzlich sagt, man habe zu viel bezahlt.

Also, erster Punkt, er bezahlte nicht freiwillig den richtigen Betrag für seine Tochter.

Natürlich entschloss er sich dazu mir keinen Cent zu bezahlen. Was wirklich sehr seltsam ist und wieder nicht für die Qualität seines Anwalts spricht, der Anwalt sollte ihm realistisch gesagt haben, dass er am Ende nicht um einen Trennungsunterhalt rum kommen wird vor Gericht und dass er dann alles nachbezahlen muss.

Ein anständiger Anwalt hätte ihm sagen müssen, dass sich vor dem Richter nicht die Frage stellt ob er Trennungsunterhalt zahlen muss, sondern wieviel. Also entweder hat sein Anwalt ihm wirklich das Gefühl gegeben, es mache Sinn da zu streiten damit er schön Geld verdienen kann oder er hat es erklärt und Mr. M. dachte mal wieder für ihn läuft das Leben anders.

Wie auch immer das traurige daran ist ja, dass der ach so gut meinende Vater auszieht und mit seinem Verhalten in vollem Bewusstsein, sein Kind der Gefahr aussetzt, dass die Mutter die Mieter nicht mehr bezahlen kann und sein Kind aus der Wohnung fliegt. Diese Gefahr nahm Mr. M. genüsslich in Kauf, weil er dachte, er macht mir das Leben schwer. Anscheinend hat er aber nicht weit genug gedacht, dass auch sein Kind da wohnt und mit rausfliegt wenn die Miete nicht bezahlt wird. Alles Nebensächlichkeiten im großen Plan um ihn selbst. Mr. M. dachte wirklich, er kann nach 11 Jahren Ehe und einem gemeinsamen Kind mit einem süffisanten Lächeln aus der Wohnung gehen und hat keinerlei Verpflichtungen mehr.  Ohne Verantwortung? Ehrlich? Das machte Sinn in seinem Kopf?

Der Mann glaubt am Ende wirklich er muss Trennungsunterhalt bezahlen weil ich geldgeil bin und nicht weil er ein Lebensmodell verlässt, dass er mitaufgebaut hat und dass man nicht einfach von einem Moment auf den anderen zusammenfallen lassen kann, weil da ein Kind ist. Das Modell muss aufrechterhalten werden, solange bis man es wieder ausbalanciert hat allein. Darum geht es hier. Nicht um geldgeile Frauen sondern um Gesetzte. Es geht hier darum zu verhindern, dass die andere Hälfte der Familie Frau und Kind (oder vielleicht sogar Kinder) nicht plötzlich total handlungsunfähig sind.

Während der Ehe hat er mich schon beschuldigt sein Geld auszugeben und danach auch. Wichtiges Thema für Mr. M. Ob Mr. M. eigentlich aufgefallen ist, dass die Richterin nicht eine Sekunde die Frage gestellt hat ob er was zahlen muss. Sie hat sich nur hingesetzt und gerechnet. Das könnte ihm eigentlich schon etwas sagen.

Ich weiß, dass viele Männer trotzdem nichts zahlen, dass viele Frauen ebenfalls nur kämpfen um jeden Cent und am Ende in der Armutsfalle landen, weil sie einfach nichts bekommen. Ich kenne aber auch andere Geschichten. Es gibt Männer, die den größeren Zusammenhang verstehen. Die verstehen, dass sie da nicht nur ihrer bösen blöden Exfrau das Leben zu Hölle machen, sondern dass sie ihre Kinder damit treffen. Es gibt Männer da draußen, die gut erzogen wurden und die genug Herz und Verstand haben, das zu erkennen. Er hat auch vor allem sein Kind damit getroffen, dass ich unsere Wohnung aufgeben musste. Seine Tochter weint heute noch der alten Wohnung hinterher, ihre Freunde werden alle dort bleiben, sie musste den Sprengel verlassen. Sie wird nicht mit Ihren Kindergartenfreunden auf die Schule gehe können und sie hat ihr erstes Zuhause verloren. Mr. M. hatte nicht die Größe seiner Tochter das Leben in ihrer gewohnten Umgebung auf Dauer zu gönnen. Ich kenne Männer, die machen das anders mit ihren Kindern.

Es fiel ihm übrigens dann noch ein, nach der Festlegung des Trennungsunterhaltes, er wolle jetzt von mir die Kaution zurück von der gemeinsamen Wohnung. Er wohne ja nicht mehr da. Natürlich auch dies eine vollkommen haltlose Forderung aber er plusterte sich, wie immer, groß auf. Er wisse, dass sei sein Recht. Tja, ne, ist es nicht. Natürlich hatte er auch „vergessen“, dass auch diese Kaution mit 1000€ von meiner Familie unterstützt worden war. Ich zahlte ihm nach ein paar Wochen seinen Anteil in Raten zurück, einfach nur um mir die Scheiße nicht mehr anhören zu müssen.

 

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