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Wirrwarr im Kopf

Es ist wieder soweit, ich höre mich selbst atmen.

Die Wochen vor den Sommerferien und bis jetzt waren besser. Die Termine waren ausgesetzt oder fielen weg und eine kleine Entlastung setzte ein. Jetzt allerdings bin ich wieder da wo ich vorher war.

Seit Schulbeginn ist eine Hochzeit der Termine. Schule, Hort, Diagnostik, Neurologe, Psychologin. Elternabende, Sprechtermine mit der Lehrerin und dem Hort.

Nun, nach der Diagnostik kommt wieder die Ergo dazu. Zwei Tage die Woche sind also blockiert damit, nach dem Hort zum Termin zu rocken und dann erst um 18.00 Uhr Zuhause zu sein. Im Normalmodus sind wir eh schon meistens erst um 17.00 Uhr daheim und die Maus braucht, wie wir ja nun wissen, viel Unterstützung beim Üben, Nachkontrolle der Hausaufgaben und oft Nacharbeiten von Ausgelassenem. Die Zeit am Abend ist weg wie nix.

Gerade fühle ich mich ein bisschen wie weggeschwemmt von einer Flut der Organisation. Ich hänge nur noch am Kalender und mache Termine, schiebe hin und her, überlege wie ich es wann von A nach B schaffe… das macht mich vollkommen wirr im Kopf.

In diesem Zustand werde ich von kleinen Zwischenfällen dann aus der Bahn geworfen.

Am Montagabend vergaß ich den Wecker zu stellen. Also wachten wir am Dienstag um 7.55 Uhr auf. Stresslevel-Explosion!!!! Dazu kam totale Müdigkeit weil ich schon Montagnacht schlecht geschlafen hatte mit einem dauer-strampelnden Kind in meinem Bett.

Am Mittwoch wusste ich überhaupt nicht welcher Tag war. Da der Vater sein Versprechen, sich zu melden, ob er nun Mittwoch die Maus abhole, nicht gehalten hatte, hatte ich auch vollkommen vergessen, dass dies zur Debatte stand. Also verließen wir Mittwochmorgen das Haus ohne eine Übernachtungstasche. Der Vater sagte dann er sei also davon ausgegangen, dass es klar sei. Er hole das Kind dann am Abend von der Kinderpsychologin ab. Na ja, dann halt ohne Tasche und Stofftier.

Um 16.30 Uhr am Mittwoch holte ich die Maus also aus dem Hort und fuhr mit ihr zur Kinderpsychologien. Dort saßen wir noch kurz auf einer Bank, wir waren 5 Minuten zu früh. Allerdings rief die Maus plötzlich: „Ich muss aufs Klo“, also eilten wir in die Praxis. Dort fragte mich die Psychologin nach der Versichertenkarte. Ach ja, die liegt im Auto. Wo war denn nun mein Autoschlüssel? Habe ich ihn etwas stecken lassen? Schnell wieder raus. Der Schlüssel lag auf der Bank, auf der wir vorhin saßen. Ich schnappe mir also den Schlüssel und geh zurück in die Praxis. Stopp. Ich wollte doch die Karte aus dem Auto holen. Umgedreht. Karte geholt.

Bei der Verabschiedung dann zu meinem Kind gesagt: „Bis morgen mein Schatz. Morgen ist Freitag, da gehen wir Reiten.“ Nein morgen ist Donnerstag. Ach ja.

Klar, sind das alles Kleinigkeiten, die jedem von uns passieren könne und auch passieren aber ich merke ganz deutlich, dass der Wirrwarr im Kopf gerade wieder extrem ansteigt.

Ich höre mich selbst wieder im Minutentakt tief einatmen… an diesem Punkt wird es zu viel.

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