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Zweierlei Maß für Fortgeschrittene

Ich muss kurz zum heutigen Tag springen.

In zwei Tagen ist Weihnachten und selbstverständlich zeigt Mr. M sich mal wieder von seiner allerbesten Seite, pünktlich zum Fest.

Die Vorgeschichte begann bereits am 10. November, zu St. Martin. Der 11.11 wäre ein Freitag gewesen, also sein Abholtag. Im Vorfeld fragte er mich wie wir denn den 11.11 regeln wollen, in der Annahme da sei die Feier. Ich schlug vor wir sollten uns im Kindergarten treffen, den Umzug machen und dann solle er sie mit heim nehmen, wie immer.Zwei Tage vor St. Martin wurde der Umzug vorverlegt.

Am Wochenende schrieb er mir dann und beschwerte sich, weil die Kleine jetzt enttäuscht sei, dass er nicht da war zu St. Martin. Dann klärte er mich über Folgendes auf: Es sei ganz egal ob ihm das Fest etwas bedeutete, es ginge ja ausschließlich darum, dass es für seine Tochter wichtig sei und er wäre selbstverständlich für sie gekommen, weil es ihr ja so wichtig sei.

Bitte merkt euch diesen Satz gut. In all seiner Weisheit, die er zu haben scheint.

Ich antwortet ihm, da es ihm ja so unglaublich wichtig sei wie seine Tochter sich fühlt zu den hohen Festen, solle er sich das bitte gut für Weihnachten merken. Ein Tag der wirklich Bedeutung hat und da er ja seiner Tochter zuliebe alles geben will gehe ich davon aus, dass er zum Weihnachtsfest erscheint. Also, wo es ihm ja so eine Herzensangelegenheit sei, gell.

Promt zog er sofort den richtigen Schluss und antwortete empört, dass er selbstverständlich kommen würde. Er sei da zur Bescherung und würde dann halt vor dem Essen wieder gehen.

Okay, nicht ideal aber ich dachte mir, wenn er zu Bescherung kommt und dann geht sei es ja noch früh am Abend und die kleine Maus hätte genug Zeit sich nach seinem Abgang wieder zu beruhigen. Außerdem ist ja auch der Rest meiner Familie da und wir würden sie sicher dann auch getröstet bekommen und sie wieder ablenken können. Ja, ich habe darüber nachgedacht weil ich wusste, es würde ihr schwer fallen wenn er wieder geht aber wenn sie ein paar Stunden Zeit hätte um sich zu beruhigen und noch einen schönen Abend mit den anderen zu verbringen dann würde es hoffentlich gehen.

Natürlich erklärte der vorausschauende Vater seinem Kind auch persönlich, dass er zum Christkind bei ihr sein werde. Er versprach ihr persönlich und ins Gesicht, zu kommen.

Wer möchte jetzt raten was wohl passierte? Okay…ja… das ist wohl ein nobrainer.

Zwei Tage vor Heilig Abend verkündete Mr. M., dass er arbeiten müsse und es nicht schaffe. Also bereitete ich meine Tochter darauf vor, dass Papa doch nicht kommen würde. Ich wollte auf keinen Fall, dass sie sich weiter freuen würde und dann als Überraschung feststellen sollte, dass ihr Vater doch nicht komme. Überraschung! Natürlich war sie enttäuscht.

Damit die Geschichte noch lange nicht vorbei. Am Nachmittag des 24ten kam plötzlich eine Nachricht, er würde es wohl doch schaffen.

Okay, also alles auf Anfang. Wenigsten würde die Kleine sich freuen, wenn er auftauchte aber diesmal sagte ich nichts mehr. Wenn er auftaucht ist es eine schöne Überraschung aber wenn nicht wollte ich auf keinen Fall, dass sie wieder enttäuscht werden würde.

Ihm sagte ich, dass er dann bitte um 5 da sein solle. Allerspätestens, denn dann sei bald Bescherung und dafür sollte/wollte er ja anwesend sein.

Die nächste Nachricht von Mr. M. teilte mir mit, dass er 5 nicht schaffe und dann vielleicht später noch komme und dann gleich wieder los müsse.

An diesem Punkt sagte ich ihm bereits, dass es für seine Tochter viel schlimmer sei, wenn er einfach nur später am Abend kurz auftauche und wieder ginge als wenn er lieber gar nicht komme. So wäre sie dann spät am Abend nur traurig und aufgewühlt und würde weinen wenn er geht und dann sei ihr Abend total ruiniert.

Zusätzlich merkte ich schon, dass die Kleine jetzt schon vollkommen überdreht war und auch schon ganz deutlich etwas ausbrütete. Es würde ihr nicht helfen, wenn er sie dann weinend zurücklässt kurz vor dem Schlafen gehen. In ihrem Zustand sollte sie am besten dann bald ruhig ins Bett kommen.

Natürlich wollte er das nicht einsehen und schrieb dann irgendwann um 7 er würde jetzt kommen. Da war für mich Ende und ich schrieb deutlich, dass er jetzt auf keinen Fall mehr kommen solle.

Ich bin bis heute überzeugt, dass das genau die richtige Entscheidung war.

Seine Antwort ließ mich wieder einmal daran zweifeln ob er Deutsch spricht. Er faselte etwas von ich will ihm Weihnachten vorenthalten und begann mir zu drohen, das werde Konsequenzen haben etc.

Unfassbar für mich, denn ich habe ihm kleinteilig erklärt warum es keinen Sinn macht für seine 4jährige Tochter, die dies nicht begreifen würde was er da tut.

Direkt am Nächsten Tag hatte die Kleien Fieber und lag elend und sich übergebend zwei Tage im Bett. Ich habe also weder gelogen noch wollte ich ihm irgendwas vorenthalten. I

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